Schwarzblauer Ölkäfer

Mit etwas Glück kann man zwischen April und Juni den Schwarzblauen Ölkäfer beobachten. Er wird auch Schwarzer Maiwurm genannt. Der Käfer wird bis zu 3,5 Zentimeter groß. Er ist selten geworden und ist deshalb auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten zu finden. Auf dem Foto ist ein Weibchen zu sehen. Bis zu 4.000 Eier lassen den Hinterleib anschwellen. Auch fehlt der deutliche Knick im Fühler, der Männchen auszeichnet.

 

„Inselvorkommen“ auf Festland

Im Jahre 2002 wurde der Bordumer Busch zum ersten Naturschutzgebiet in Wilhelmshaven erklärt. Das zweigeteilte Areal hat eine Größe von 34 ha. Für das Gebiet gibt es ein Betretensverbot.
Ein seltener Blick von außen fand jetzt durch eine Amphibienkontrolle auf den angrenzenden Straßen statt.
Zahlreiche Erdkröten und Grasfrösche wanderten über die Straßen zu ihren Laichgewässern. Zusätzlich wurden einige Teichmolche und -als neues Highlight in Wilhelmshaven- Bergmolche festgestellt.

Bergmolch komprimiert

Foto: Klaus Börgmann
Bisher gab es nur (3) Einzelfunde des Bergmolchs in Wilhelmshaven, nun wurde diese Art an mehreren aufeinanderfolgenden tagen beim Wandern mit einem lokalen Bestand nachgewiesen und fotografisch belegt. Diplom-Biologe Torsten Troschke, Wilhelmshavener Amphibienexperte, überprüfte und bestätigte den Hinweis.
Der Bergmolch ist eine in Deutschland weit verbreitete Art, kommt jedoch im Norden von Deutschland nur vereinzelt vor. Mit den jetzigen Beobachtungen wurde ein neues und bisher nicht bekanntes „Inselvorkommen“ dieser Art im Norden von Niedersachsen entdeckt.

Trubel bei Klein Wangerooge

Reges Treiben herrschte an den letzten tagen bei Klein Wangerooge. Nicht nur die zahlreichen Menschen genossen die Sonne, auch zahlreiche Solitärbienen fanden sich in Massen ein um für den Nachwuchs zu sorgen.
Die Frühlings-Seidenbiene bevorzugt für ihren Nestbau  lockere Sandböden mit wenig Vegetation. Gerne bildet sie dabei große Kolonien. Diese sind nicht mit den Staaten von Honigbienen zu verwechseln, denn die Sandbienen bauen Einzelnester und pflegen ihre Brut nicht sondern versorgen sie vor der Eiablage mit reichlich Nahrung und lassen sie allein.
Wo sich viele Seidenbienen einfinden ist auch die Blutbiene, eine Kuckucksbiene (= parasitierende Art), nicht fern. Sie legt ihre Eier in fremde Brutzellen.
Blutbiene und Seidenbiene

Foto Richard Tank: Blutbiene und Seidenbiene

Als weitere Art hat sich die Weiden-Sandbiene eingefunden. Sie gehört zu den Beinsammlern, was man derzeit sehr gut sehen kann, wenn die Tiere mit ihren gelbleuchtenden Beinen ihre Brutröhren anfliegen. Die Tiere sind teilweise so stark mit Pollen beladen, dass sie erst auf eine Blüte oder ein Blatt klettern müssen um wieder abzufliegen zu können. Für die Fortpflanzung tragen die Tiere Pollen und Nektar in eine Brutkammer um dann ein Ei darauf abzulegen. Der Name WEIDEN-Sandbiene verrät schon die Vorliebe dieser Art für Weidengewächse.
Sandbiene Andrena vaga

Foto Richard Tank: Sandbiene Andrena vaga

Durch Habitatverlust gelten die Bestände der Frühlings-Seidenbienen in Mitteleuropa als gefährdet. Für die Fortpflanzung dieser Art bietet das Gelände von Klein Wangerooge ideale Voraussetzungen. Die durch die Nutzung entstandenen offenen Sandflächen und Sandmagerrasen bieten ideale Bedingungen für den Nestbau dieser Art.
Das Freizeitgelände von Klein Wangerooge bietet in seiner jetzigen Form ideale Voraussetzungen für das Zusammenleben von Mensch und Natur.
Sandbiene (eventuell Andrena barbilabris)

Foto Richard Tank: unbestimmte Sandbiene (eventuell Andrena barbilabris)

Die Bestimmung erfolgte anhand der Fotos durch Dipl. Biol. Rolf Witt.