Mehr über Salzwiesenpflanzen

Portulak Keilmelde, Atriplex portulacoides

Die Blüten der Melden sind klein und unauffällig. Dafür fallen die grauen, dickfleischigen Blätter auf. Der Stängel ist unten verholzt.

Der Geschmack soll an die Salatpflanze Portulak erinnern, daher der Name.

Strandwegerich, Plantago arenaria

Der Strandwegerich blüht von Juli bis Oktober und ist dann an seinen Ähren mit den abstehenden Staubblättern gut zu erkennen. Seine schmalen, langen Blätter sind dickfleischig. Das überschüssige Salz wird in speziellen Zellstrukturen eingelagert, in so genannten Vakuolen. Blätter, die kein Salz mehr aufnehmen können, werden abgestoßen, die Pflanze ist das Salz los.

Die Blätter der Rosette bilden anfangs an der Oberseite eine Rinne und auf der Unterseite gekielt. Später sind sie flach und man kann 3 – 5 Nerven an der Oberfläche erkennen.

Strandwegerich hat eine Rosette aus schmalen Blättern
Die Staubblätter des Strandwegerichs haben einen langen Stiel

Strand-Dreizack oder Röhrkohl, Triglochin maritimum

Außerhalb der Blütezeit, die von Juni bis August dauert, sieht diese Pflanze dem Strandwegerich ähnlich, denn sie hat auch eine Rosette aus schmalen, länglichen Blättern. Die vom Strand-Dreizack sind rundlich und auf einer Seite abgeflacht. Die Staubblätter sitzen an der Ähre und stehen nicht ab. Zerreibt man Blätter zwischen den Fingern, riecht es ein wenig nach Chlor.

Strand-Dreizack wurde früher als Röhrkohl gegessen. Außerdem hat man aus der Asche des Dreizacks Soda gewonnen, was zur Glasherstellung benötigt wurde.

Stranddreizack hat Ähnlichkeit mit Strandwegerich

Die Ähre des Strand-Dreizacks ist lockerer und die Staubblätter stehen nicht ab.

Strandmilchkraut, Glaux maritima

Seinen Namen hat dieses Heilkraut daher, dass es die Milchbildung bei stillenden Müttern fördert. Es hilft aber auch bei Verdauungsbeschwerden. Auch als Salat und Spinatpflanze fand dies Kraut früher Verwendung.

Von Mai bis September kann man kleine rosa-weißen Blüten in den Blattachseln entdecken

Salz-Schuppenmiere, Spergularia marina

Gerade mal 5 – 15 cm groß wird die Salz-Schuppenmiere. Typisch für diese Pflanze sind die dickfleischigen, schmalen Blätter, die an Nadeln erinnern. Die zartrosa Blüten findet man von Juni bis September.

Meerstrandbeifuß oder Strandwermut, Artemisia maritima

Schon von weitem leuchtet der Meerstrandbeifuß hellgrau. Der Eindruck entsteht nicht durch einen Farbstoff in den Blättern, sondern durch Lichtreflexion von den feinen Härchen, die die Pflanze bedecken. Diese Behaarung hat zwei Funktionen: Zum einen verringert sie die Verdunstung, so dass die Pflanze weniger Wasser aufnehmen muss. An diesem Standort kann sie nur Salzwasser „trinken“, was in zu großen Mengen giftig ist. Zum anderen wird das aufgenommene Salz in diese Haare eingelagert. Die Härchen können abgestoßen werden, so dass die Pflanze das Salz wieder los wird. 

Am einfachsten erkennt man den Meerstrandbeifuß am Geruch. Verreibt man ein Blättchen zwischen den Fingern, entsteht ein würziger Geruch, den man auch von Gewürzkraut Beifuß in der Küche kennt. Als Heilpflanze helfen beide Arten gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden.

Die unscheinbaren Blüten erscheinen im September und Oktober. Es ist kaum zu glauben, dass der Beifuß mit der Sonnenblume verwandt ist. Man muss genau gucken, um in ihm einen Korbblütler zu erkennen.

Meerstrandbeifuß ist ein würziges Heilkraut