Weiher mit Schilfgürtel

Eine solche Wasserfläche wird von durchziehenden Vögeln gerne als Ruhe- und Nahrungsfläche genutzt. Auch Flussseeschwalben, die am Banter See brüten, jagen hier nach kleinen Fischchen. Natürlich wird das Gebiet auch von Brutvögeln genutzt.

Im Frühjahr lohnt es sich, von Rand des Birkenwäldchens aus die Ohren zu spitzen. Manchmal kann man die Wasserralle hören, deren Ruf klingt, als würde ein Schwein abgestochen. Teichrohrsänger, Rohrammer und Feldschwirrl sind regelmäßig zur Brutzeit hier zu hören.

Teichrohrsänger, Acrocephalus scirpaceus

Weiher mit Röhricht und Wäldchen - Ehemalige Dritte Einfahrt in Wilhelmshaven © touchmedia KG, J. Schwanke Naturschätze in Wilhelmshaven (www.naturschaetze-whv.de)
Weiher mit Röhricht und Wäldchen

Der nahe gelegene Strand wird seit je her gerne von Hundebesitzern zum Spazierengehen genutzt. Freilaufende Hunde können für die Vogelwelt sehr störend sein. Bruten können aufgegeben und ziehende Vögel durch wiederholtes Aufscheuchen so geschwächt werden, dass sie ihre lange Reise nicht überstehen. Der damalige Leiter des Niedersächsischen Hafenamtes, Dieter Lerch, erklärte das Gebiet zur Naturzone und lies einen Zaun ziehen, der seit dem Störungen verhindert. Nun können tobende Hunde und brütende oder ziehende Vögel nebeneinander bestehen.

Ein Zaun schützt das Feuchtgebiet vor freilaufenden Hunden

Libellen

Libellen brauchen sauberes Wasser, um ihre Eier abzulegen und einen Großteil ihres Lebens als Larve zu verbringen. Erst nachdem sie sich in ein erwachsenes Tier verwandelt haben, fliegen die Libellen in der näheren Umgebung umher auf der Suche nach anderen kleinen Insekten, die sie fangen und fressen können. Dabei kann man sie besonders gut an dem Streifen zwischen Wald und Deich beobachten. Sie sitzen auf den Stauden und Brombeerbüschen. Übrigens: uns Menschen stechen oder beißen Libellen nicht, man kann sie also ganz entspannt beobachten.

Hier in Dauensfeld konnten Biologe 21 Libellenarten nachgewiesen. Drei davon sind auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Darunter ist die Feuerlibelle, eine extrem seltene Art. Man findet sie erst seit etwa 10 Jahren in Niedersachsen. Sie hatten ihren Verbreitungsschwerpunkt in Afrika und im Mittelmeerraum. Ihre Ausbreitung nach Norden bringen Wissenschaftler mit dem Klimawandel in Zusammenhang.

Blutrote Heidelibelle

Die Rote Feuerlibelle ist eine Besonderheit, die man hier entdecken kann
 

Amphibien

Erdkröten und Wasserfrösche legen im Frühjahr ihre Eier in den Weiher – laichen nennt der Biologe das. Im Spätsommer kann man dann die jungen Kröten und Frösche in der Umgebung beobachten.

Junge Erdkröte