Ehrenfriedhof

Noch vor Beginn des ersten Weltkrieges bekam Leberecht Migge den Auftrag, einen Friedhof für Marinesoldaten zu entwerfen.

Im Frühjahr 2014 wurde die Fläche mit Aushub aus dem Stadtparkgraben aufgeschüttet. Hohe Hecken aus Rotbuchen unterteilen den Friedhof in verschiedene Quartiere. 

Auf der Karte fällt auf, dass der Ehrenfriedhof im Osten eine geschwungene Begrenzung hat, während Migge sonst im Stadtpark gerade Linien und geometrische Formen bevorzugte. Hier hat er sich offensichtlich an vorhandenen Gegebenheiten in der Landschaft orientiert. Tatsächlich findet man auf Karten aus dem Jahr 1841 den Hinweis, dass die geschwungene Form von einem Priel herrührt, der schon vor der Eindeichung der Maade im Jahr 1520 vorhanden gewesen sein muss.

Noch vor Fertigstellung wurde der Friedhof im August 2014 eingeweiht, um die ersten Opfer einer Seeschlacht bei Helgoland zwischen Engländern und der deutschen Marine zu beerdigen. Später kamen die Toten der Schlacht bei der Doggerbank im Januar 2015 und der Skagerrakschlacht am 30.05. und 01.06.1916 hinzu. 

Birkenwäldchen

Steht man zwischen den Molen der dritten Einfahrt auf dem Deich und blickt landeinwärts, sieht man ein Birkenwäldchen. Besonders im Winter und Frühjahr leuchtet die weiße Rinde der Birken.

Weiher mit Schilfgürtel

Im Frühjahr kann man zwischen den Birken eine Wasserfläche blinken sehen. Das sind die Reste der ursprünglich 10 Meter tiefen Zufahrt zu den Schleusenkammern. Heute ist dies ein naturnahes Feuchtgebiet mit Schilfröhricht.

Weiher aus der Luft gesehen.

Hier leben Vögel, Frösche, Kröten und Insekten, die zum Teil auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten stehen. Diese Lebensräume sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützt.

Verborgen hinter den Birken liegt ein Feuchtgebiet

Pappelwäldchen

Geht man auf dem Deich weiter an dem Birkenwäldchen entlang, kommt man an eine Stelle, an der das Gelände deutlich ansteigt. Auch der Bewuchs ist nicht mehr ausschließlich durch Birken geprägt.

Der üppigere Bewuchs zeigt, dass der Boden nährstoffreicher ist als im Birkenwäldchen

Hier bildet nicht mehr aufgespülter Sand den Untergrund, sondern er besteht aus Marschboden. Das ist die vorherrschende Bodenart bei uns an der Küste. Es handelt sich um Meeresablagerungen, die durch Sturmfluten entstanden sind und vom Menschen durch Eindeichung dem weiteren Einfluss des Meeres entzogen wurden. Dieses Schwemmland kann Feuchtigkeit wesentlich besser halten als Sandboden und enthält auch viel mehr Nährstoffe. Das kann man deutlich am Pflanzenkleid erkennen.