Breddewarden

Geschützter Landschafts-
bestandteil
Wurt Breddewarden
Das Dorf Breddewarden liegt auf einem Geesthügel, der zu einer Wurt ausgebaut wurde. Damals gab es noch keine geschlossene Deichlinie, so dass sich die Menschen so vor Sturmfluten und Überschwemmungen schützen mussten. Es muss vor Ende des 13. Jahrhunderts gewesen sein,
als es gelungen war, eine geschlossene Deichlinie zu errichten. Archäologen vermuten, dass die Wurt bereits zur Römischen Kaiserzeit zwischen 1 und 375 nach Christus angelegt wurde. Urkundlich erwähnt wurde Breddewarden das erste Mal 1454.
Es sind nicht unterschiedlich hohe Bäume, sondern es ist die Wurt
Eines der großen Probleme vor dem Schluss der Deiche war die Versorgung mit Trinkwasser. Durch Ebbe und Flut aber vor allem durch Sturmfluten gelangte immer wieder salziges Meerwasser in die Gräben. Auch das oberflächennahe Grundwasser war brackig, also eine Mischung aus Süß- und Salzwasser. So war es nicht möglich, Trinkwasser durch Brunnen zu erschließen. Regenwasser von den Dächern und ein Teich in der Mitte der Wurt versorgte Mensch und Tier mit lebensnotwendigem Süßwasser. Dieser Teich wird Fething genannt. Eine wasserundurchlässige Lehmschicht verhindert das Versickern des Wassers. Der Fething in Breddewarden liegt neben der Hauptstraße hinter dem Tor am Rand eines kleinen Parkplatzes.
Fething als Wasserspeicher in der Mitte der Wurt
In der Umgebung der Wurt sind Naturschätze zu entdecken. Biegt man nördlich der Wurt links in den „Neuen Breddewarder Weg“ ein, gelangt man kurz vor der Straße nach Sengwarden zu einem Geschützen Landschaftsbestandteil. Er liegt links von der Straße. Hier wurde Anfang der 1970er Jahre Sand für den Autobahnbau entnommen. Die Fläche wurde anschließend teilweise mit Baggergut aus der Jade verfüllt.
Großflächiger Schilfbestand zeigt, dass es hier feucht ist.
Weiden, Weißdorn, Wildrosen, Großseggenriede und Tümpel liegen zerstreut im Schilf.
Weidengebüsch
Wenn Sie einen Eindruck davon haben möchten, fliegen Sie mit uns über das Gebiet.
Das Gebiet ist für viele Vögel ein Paradies. Blaukehlchen, Teichrohrsänger, Sumpfrohrsänger, Rohrammer, Kuckuck, Gänse und Schilfrohrsänger kann man im Frühjahr vom Rand hören.
Rohrweihe, Männchen
Rohrweihen brauchen zum Brüten störungsfreie Schilfgebiete. Die ehemalige Sandentnahmestelle in Breddewarden bietet perfekte Lebensbedingungen für diesen Greifvogel.
Blaukehlchen, Männchen
Foto Brigitten Hüttenmeister
Kuckuck
Foto Brigitte Hüttenmeister
Rohrammer Männchen
Foto Brigitte Hüttenmeister
Teichrohrsänger
Foto Imke Zwoch
Schwarzkehlchen Männchen
Foto Brigitte Hüttenmeister
Weitere Brutvogelarten Breddewarden und Umgebung
| Vogelarten | ||
| Brutvögel | Nahrungsgast | Durchzügler |
| Amsel | Buntspecht | Feldlerche |
| Graugans | Dohle | Kormoran |
| Mönchsgrasmücke | Graureiher | Kranich |
| Ringeltaube | Grünspecht | Rotdrossel |
| Rotkehlchen | Kiebitz | Wacholderdrossel |
| Schilfrohrsänger | Mäusebussard | Klappergrasmücke |
| Teichrohrsänger | Rauchschwalbe | Waldwasserläufer |
| Zaunkönig | Straßentaube | |
| Zilpzalp | Bachstelze | |
| Blässhuhn | Bekassine | |
| Blaukehlchen | Bluthänfling | |
| Buchfink | Eichelhäher | |
| Dorngrasmücke | Haussperling | |
| Feldschwirl | Heckenbraunelle | |
| Gartengrasmücke | Heringsmöwe | |
| Gimpel | Hohltaube | |
| Grünfink | Nilgans | |
| Jagdfasan | Saatkrähe | |
| Kuckuck | Schwanzmeise | |
| Rabenkrähe | Sperber | |
| Rohrammer | Star | |
| Rohrweihe | Stieglitz | |
| Schwarzkehlchen | Turmfalke | |
| Singdrossel | Waldschnepfe | |
| Stockente | Austernfischer | |
| Sumpfrohrsänger | Lachmöwe | |
| Wasserralle | Mehlschwalbe | |
| Blaumeise | Schnatterente | |
| Elster | Silbermöwe | |
| Fitis | Sturmmöwe | |
| Gartenrotschwanz | Wiesenpieper | |
| Gelbspötter | ||
| Kanadagans | ||
| Kohlmeise |
Wiesen und Weiden
Intensiv genutztes Grünland zeichnet sich durch Artenarmut aus – an Gräsern, Blühpflanzen und an tierischen Bewohnern. Wiesen und Weiden um Breddewarden sehen anders aus. Hier findet man noch Kleearten, Hahnenfußgewächse, Wiesenschaumkraut und Wiesenkerbel. Davon profitieren Insekten und damit auch die gefiederten Insektenfresser.
Artenvielfalt auf Wiesen und Weiden























