Burg Kniphausen

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Südlich von Fedderwarden liegt die Burg Kniphausen. Der ehemalige Häuptlingssitz hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Ein Ausflug lohnt sich gleichermaßen für Naturfreunde und für historisch interessierte Menschen.

Das heute „Burg Kniphausen“ genannte Gebäude beherbergte ursprünglich Pferde und Kutschen
Foto Röbbelen

Die Burg selbst existiert nicht mehr. Sie stammte aus dem Jahr1438 und wurde mehrfach zerstört. Zuletzt ist sie im Jahr 1709 abgebrannt und wurde nie wieder aufgebaut. Damals wurde der Marstall, der ursprüngliche Pferdestall mit Platz für Kutschen und Wagen, zum Wohnhaus umgebaut. Dieses Gebäude besteht heute noch und in seinem Ahnensaal haben bis 2017 viele kulturelle Veranstaltungen stattgefunden. 

Auf den Spuren der Geschichte

Von der ursprünglichen Burg sind auf dem Gelände zahlreiche Steine zu finden.
Foto Röbbelen

Die Burg Kniphausen wurde als Wasserburg angelegt. Der äußere Graben, der die Burg vor Feinden schützen sollte, umgibt noch heute das Gelände. Vom Parkplatz kommend kann man das Gebiet links oder rechts an dem Graben umrunden. Es gab auch einen inneren Wassergraben, von dem nur noch zwei Teiche übriggeblieben sind.

Zur Verbesserung der Verteidigung wurde 1666/67 an vier Ecken des Geländes Bastionen gebaut. Das ist ein Bauwerk, das über die Festungsmauer ragt und von dem aus Angreifer am Überwinden der Mauern gehindert werden sollen. Geht man den Weg innen an dem Burggraben, kommt man an den Standorten der südlichen und östlichen Bastionen vorbei. Linden wurden an seinen Stellen gepflanzt und verdeutlichen den Umriss.